Indonesien – Raja Ampat
Alex S. Reisebericht:
Wir flogen mit Etihad via Abu Dhabi und Jakarta. Unser Hotel in Jakarta war das FM7. Bei der Ankunft muss man – wenn man den Transfer dazugebucht hat – einfach nur am Meeting Point warten. Wenn man als Erster dort ist, wartet man eben etwas länger. In der Zwischenzeit kann man sich jedoch problemlos eine SIM-Karte kaufen und direkt nach dem Exit am Stand als eSIM einrichten lassen. Da ich mir im Laufe der Reise auch die Grab-App heruntergeladen habe, konnte ich mir einfach einen Account erstellen und sie wie Uber nutzen: das nächstgelegene Auto zu einem Fixpreis bestellen und bar bezahlen. Aber – wie gesagt – wenn man den Transfer bucht, wartet man eben auf den Sammelbus.
Im Hotel gönnte ich mir etwas zu essen und die längst überfällige Pediküre. Irgendwie muss man sich ja die Zeit vertreiben, ohne einzuschlafen – das war unsere Strategie am Hinweg. Danach folgte ein weiterer Flug mit Garuda Airline nach Sorong, und plötzlich waren wir da. Ihr kennt dieses Gefühl, wenn man nach mehreren Zeitzonenwechseln und drei Flugzeugwechseln völlig durch ist. Theoretisch könnte man ja noch weiterfliegen und wäre immer noch nicht aus Indonesien raus.
Die Crew der La Galigo empfängt uns bereits am Flughafen, und es geht direkt weiter aufs Schiff. Wir beziehen unsere Zimmer, packen alles aus, erkunden das Boot, und am Nachmittag legen wir schon ab. Es ist Zeit, sich alles genauer anzusehen – und mir gefällt es richtig gut. Das Tauchdeck ist zwar begrenzt, aber optimal genutzt. Jeder hat seinen Platz, die eigenen Sachen haben ihren Platz, die Kameras haben ihren Platz. Ich freue mich schon aufs Tauchen. Man kommt kaum dazu, selbst Hand anzulegen, denn die Crew ist extrem aufmerksam.
Die Briefings beginnen: klar strukturiert, es fehlt an nichts. Die Sicherheitsvorkehrungen sind sehr gut und man hat sofort ein gutes Gefühl. Am späten Nachmittag geht es dann auch schon ins Wasser. Die Sicht ist schlecht, es gibt etwas Strömung, was manchen Gästen zu schaffen macht – es kann also nur besser werden.
Die Tage vergehen, und wir tauchen in kleinen Gruppen an tollen Riffen. Viel Fisch, kaum andere Taucher – es ist super. Viermal täglich bestand die Möglichkeit zu tauchen. Das Essen schmeckt allen. Meine mitreisende Kollegin hatte zwar vorher angegeben, Veganerin zu sein, aber es brauchte ein bis zwei Tage, bis auch sie genauso zufrieden war wie alle anderen.
Die Tage vergehen weiter, und von Makro bis Großfisch war alles dabei. Manche wollen unbedingt Haie sehen und vergessen dabei die unglaubliche Artenvielfalt um sie herum – ich verstehe die Welt manchmal nicht mehr. Wie dem auch sei: Der Cruise Manager Surya ist ein toller Kerl, hat alles im Griff, ist regelmäßig im Wasser und macht ziemlich beeindruckende Bilder von allen. Diese bekommt man dann über das rasend schnelle Starlink direkt geteilt. Es ist verlockend, ständig wieder aufs Handy zu schauen – aber zum Glück wird regelmäßig die Gitarre ausgepackt. Man kann sich an der Abendgestaltung aktiv beteiligen oder einfach nur zuhören. Es ist kein Krach, sondern tatsächlich teils richtig gute Musik.
Nicht nur der Cruise Manager ist klasse, auch der Rest der Crew ist super, zuvorkommend und immer gut drauf. Vor dem Tauchen läuft alles organisiert, während des Tauchens passt ebenfalls alles. Für meinen Geschmack muss man nicht alles mit dem Stick so sehr inszenieren und aktiv vor die Linse bringen – aber das ist nur meine persönliche Meinung.
Am Rückweg hatte ich das Anara Airport Hotel gebucht – absolut empfehlenswert. Es gibt zwei Varianten: das Grand Anara, das direkt neben dem Domestic Terminal liegt und sogar einen Pool hat, und das Anara, beide praktischerweise direkt im Flughafengebäude gelegen.
Mit den Landausflügen und den sensationellen Tauchgängen ist es eine Reise, die die lange Anreise zu 100 % wert war. Ich komme wieder. Schade war nur, dass wir Wayag nicht ansteuern konnten. Das Gebiet ist gesperrt und sollte eigentlich wieder geöffnet werden, aber offenbar gibt es Streitigkeiten zwischen Verantwortlichen und den Locals. Dort wird zudem eine Zinkmine gebaut, und es ist fraglich, wann man wieder dort tauchen darf. Wir werden berichten.
Wir freuen uns schon auf die nächste Reise in Richtung Indonesien.























